und hier das Original

Bei Sägen handelt es sich um sehr spezielle Werkzeuge, die aber für Knochen- und Geweihhandwerker unverzichtbar waren, sonst aber keine große Rolle spielten.
Auf den Werkstücken sind Sägespuren vorhanden, die in der Spurbreite modernen Sägeblättern nicht nachstehen. Ebenso sind durch Verzierungen Doppelsägen mit zwei parallelen Sägeblättern nachgewiesen.


Bei meinen beiden hier abgebildeten Exemplaren handelt es sich um eine Bügelsäge wie sie ähnlich in der Maestermyrkiste vorhanden war. Diese Form ist der modernen, heutigen Puksäge nicht unähnlich.
Die zweite Säge entspricht dem Prinzip eines Fundes aus York, der sicher als Griff einer Säge angesprochen wird. Ein ähnliches Teil soll auch aus dem irish-nordischen Dublin bekannt sein, jedoch habe ich bis dato leider keine Abbildung oder einen genaueren Bericht finden können.
Bei ihr verwende ich handelsübliche Puk-Sägeblätter, da diese einen gut passenden Kompromiss in Sachen Kosten/Nutzen, wie auch in den Maßen darstellen.


Weiterhin wurde in York eine sehr feine Säge in Form einer Messerklinge gefunden.
In der Maestermyrkiste befand sich eine zweite, größere Säge, die einer großen Messer-/Saxklinge ähnlich ist. Aus Haithabu ist unter anderem noch ein Sägeblatt bekannt, das an den Enden aufgebogen ist und da vermutlich mit Griffen ausgerüstet war.